Autumn is Here

Sicher & gemütlich durch den Herbst mit Hund

Gefühlt ist er jedes Jahr plötzlich da: der Herbst.

Gerade eben waren die Spaziergänge noch warm, die Abende lang und die Jacke konnte zu Hause bleiben - und auf einmal wird die Luft kühler, morgens liegt Nebel über den Feldern und abends wird es deutlich früher dunkel.

Ich persönlich liebe diese Zeit. Aber mit Hund bringt der Wechsel von Sommer zu Herbst auch ein paar kleine Veränderungen mit sich, an die man rechtzeitig denken sollte, wenn die Tage wieder kürzer werden.

-Shadowhunters-

Eine der ersten Veränderungen merkt man meistens gar nicht an der Temperatur, sondern am Licht. Wer durch Arbeit, Alltag oder einfach aus Gewohnheit zu bestimmten Uhrzeiten mit seinem Hund unterwegs ist, steht plötzlich morgens oder abends wieder im Dunkeln. Deshalb gehört für mich im Herbst gute Sichtbarkeit zur Grundausstattung. Ein Leuchthalsband, ein kleines Licht am Geschirr oder reflektierende Elemente können dabei helfen, dass der Hund für andere Spaziergänger, Radfahrer und Autofahrer besser zu erkennen ist.

Besonders praktisch finde ich reflektierende Elemente direkt an einer Regenjacke. So verbindet man Wetterschutz und Sichtbarkeit miteinander - und muss nicht an fünf verschiedene Dinge denken, bevor es losgeht.

-Rainy walks, but make them cozy-

Natürlich braucht nicht jeder Hund bei jedem Regentropfen sofort einen Mantel. Für mich ist eine gute Regenjacke trotzdem unglaublich praktisch. Gerade wenn ich morgens vor der Arbeit mit Lucy unterwegs bin, möchte ich vermeiden, dass ihr Fell komplett durchnässt wird und sie anschließend längere Zeit mit nassem Fell drinnen sitzt. Eine leichte, gut sitzende Regenjacke hält einen großen Teil des Fells trocken und kann den Alltag an nasskalten Tagen deutlich angenehmer machen. Wichtig ist natürlich, dass sie gut passt, die Bewegungsfreiheit nicht einschränkt und der Hund sich darin wohlfühlt. Wenn sie zusätzlich reflektierende Elemente hat: umso besser. Und seien wir ehrlich - ein bisschen cute darf sie natürlich auch sein.

-Fluffy, Fresh and Fabulous-

Nasses Fell braucht ein bisschen Extra-Liebe Regen, Feuchtigkeit und Herbstwetter bedeuten auch: mehr Fellpflege. Je nach Fellstruktur kann nasses Fell schneller verknoten oder verfilzen. Nach einem regnerischen Spaziergang trockne ich Lucy deshalb möglichst schonend ab und kontrolliere ihr Fell anschließend. Gerade bei längerem oder feinem Fell lohnt es sich, regelmäßig vorsichtig durchzukämmen und besonders die Stellen im Blick zu behalten, an denen schnell Knoten entstehen können. Ein paar Minuten Pflege nach dem Spaziergang ersparen später oft deutlich mehr Arbeit - und werden mit der richtigen Gewöhnung sogar zu einem kleinen gemeinsamen Cozy-Ritual. Ein kleiner Tipp meiner Hundfriseurin zum besseren Durchkämmen: ein Entwirrungsspray für Hunde (quasi das Äquivalent zu unserem Detangling Spray)

-Tiny Paws, big Autumn Magic-

Vorsicht im Laub: kleine Herbstbewohner ! So schön große Laubhaufen aussehen - im Herbst sind wir draußen nicht allein. Igel suchen jetzt verstärkt nach Nahrung und geeigneten Plätzen für die kalte Jahreszeit. Gerade in Laubhaufen können sich die kleinen Tiere verstecken. Wenn euer Hund begeistert durch jedes raschelnde Blättermeer springt oder gerne seine Nase überall hineinsteckt, lohnt sich deshalb ein bisschen Aufmerksamkeit. Nicht nur, damit die Igel ihre Ruhe haben, sondern auch zum Schutz des Hundes. Ein neugieriger Hund und ein erschrockener Igel sind schließlich keine besonders gute Kombination.

Und dann wären da noch ... Wespen. Ein Punkt, an den ich früher ehrlich gesagt kaum gedacht habe. Im Spätsommer und Herbst können Wespen noch unterwegs sein - und man findet sie teilweise geschwächt am Boden oder zwischen Blättern. Lucy ist im letzten Jahr tatsächlich versehentlich auf eine Wespe im Laub getreten. Die Wespe hat sofort zugestochen und ihre Pfote ist danach ziemlich stark angeschwollen. Seitdem schaue ich bei unseren Herbstspaziergängen etwas genauer hin, besonders wenn Lucy intensiv im Laub schnüffelt oder über Fallobst und andere Stellen läuft, an denen sich Insekten sammeln können. Sollte ein Hund gestochen werden, sollte man die Stelle beobachten. Bei stärkeren Schwellungen, ungewöhnlichen Reaktionen oder insbesondere Problemen mit Atmung oder Kreislauf gehört der Hund natürlich umgehend in tierärztliche Hände.

Und dann: einfach genießen. Bei all den Dingen, auf die wir achten können, möchte ich eines im Herbst aber ganz bewusst nicht vergessen: ihn zu genießen. Für mich ist der Herbst wahrscheinlich die schönste Zeit des ganzen Jahres.

Diese ersten Spaziergänge, bei denen die Luft plötzlich anders riecht;

Die kühlen Temperaturen;

Nebel über den Wiesen;

Das Rascheln der Blätter unter den Schuhen und Pfoten;

Und diese unglaublichen Farben, wenn sich draußen langsam alles verändert.

Es gibt Momente, da gehe ich mit Lucy spazieren, atme diese kalte, frische Luft ein und bekomme fast ein bisschen Gänsehaut. Vielleicht weil der Herbst für mich immer dieses ganz besondere Gefühl von Veränderung mitbringt.

Der Sommer ist vorbei, das Leben wird ein kleines bisschen langsamer und man beginnt wieder, sich nach drinnen zurückzuziehen, Kerzen anzuzünden, es sich gemütlich zu machen, Mehr zu lesen, Mehr Zeit für sich selbst zu nehmen, Wieder ein bisschen ruhiger zu werden. Und gleichzeitig fühlt sich draußen alles so unglaublich frisch an. Fast wie ein kleiner Neuanfang. Deshalb möchte ich dieses Jahr versuchen, diese Wochen nicht einfach vorbeiziehen zu lassen. Nicht nur schnell die obligatorische Gassirunde erledigen und gedanklich schon beim nächsten Punkt auf der To-do-Liste sein. Sondern ab und zu bewusst stehen zu bleiben. Die kalte Luft einzuatmen. Die Farben anzuschauen. Lucy beim Schnüffeln zu beobachten. Durch das Laub zu laufen.

Der Sommer mag vorbei sein. Aber vielleicht beginnt gerade eine mindestens genauso schöne Zeit.

Welcome, autumn. We're ready for you.

Als Nächstes im Dog Journal:

Wo wir gerade beim Thema Fellpflege sind ... Lucy hatte erst vor ein paar Tagen ihren letzten Termin bei unserer Hundefriseurin - und mit der Zeit habe ich gemerkt, wie viel mehr hinter professioneller Fellpflege steckt, als ich früher gedacht hätte.

Warum kann der regelmäßige Besuch beim Hundefriseur sinnvoll sein?

Woran erkennt man einen wirklich guten Salon?

Wie gewöhnt man seinen Hund möglichst entspannt an die Termine?

Und vor allem: Was habe ich durch Lucys Hundefriseurin gelernt, das meine eigene Fellpflege zu Hause verändert hat?

Das alles verdient definitiv mehr als nur ein paar Zeilen in diesem Artikel. Deshalb widmen wir uns genau diesem Thema als Nächstes.

→ Coming soon: Unser Grooming Guide - alles, was ich über professionelle Fellpflege mit Hund gelernt habe.

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Die Schuldfrage